Kurz gesagt: Für Schweizer Spieler gibt es zwei Arten von Online Casinos: solche mit Schweizer Lizenz – laut ESBK zurzeit zehn Plattformen von Schweizer Spielbanken – und solche mit ausländischer Lizenz, etwa aus Malta, Curaçao oder Anjouan. Spielen darfst du bei beiden. Der wichtigste Unterschied für dich sind die Steuern.
Wer «Online Casino legal Schweiz» sucht, will meist wissen, wo er spielen darf und was das für ihn bedeutet. Die Antwort hängt an der Lizenz. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) veröffentlicht, welche Spielbanken eine Online-Plattform mit Schweizer Lizenz betreiben. Alle anderen Casinos, die Schweizer Spieler annehmen, arbeiten mit einer Lizenz aus dem Ausland. Auf dieser Seite findest du die Liste, die Regeln des Geldspielgesetzes, die Folgen für deine Steuern und den Vergleich mit den Casinos mit ausländischer Lizenz, die wir testen.
Welche Online Casinos haben eine Schweizer Lizenz?
Eine Schweizer Lizenz haben die Online-Plattformen von Schweizer Spielbanken, die vom Bundesrat eine Konzessionserweiterung erhalten haben. Zusätzlich muss die ESBK jedes einzelne Spiel bewilligen, bevor es online angeboten werden darf. Die Liste der ESBK nennt diese zehn Plattformen:
| Spielbank | Online-Plattform | Online seit |
|---|---|---|
| Casino Baden | jackpots.ch | 05.07.2019 |
| Casino Luzern | mycasino.ch | 22.08.2019 |
| Casino Pfäffikon | online.swisscasinos.ch | 02.09.2019 |
| Casino Davos | casino777.ch | 09.09.2019 |
| Casino Interlaken | starvegas.ch | 24.02.2020 |
| Casino Bern | 7melons.ch | 15.09.2020 |
| Casino Meyrin | pasino.ch | 16.11.2020 |
| Casino Lugano | swiss4win.ch | 01.03.2021 |
| Casino Mendrisio | admiral.ch | 16.07.2025 |
| Casino Locarno | casineo.ch | 17.03.2026 |
Alle zehn Adressen enden auf .ch, und hinter jeder steht eine Spielbank mit Standort in der Schweiz. Ein Casino, das «Schweiz» im Namen trägt oder Franken anbietet, hat deshalb noch keine Schweizer Lizenz. Entscheidend ist allein, ob es auf dieser Liste steht.
Die neuesten Online Casinos mit Schweizer Lizenz
Acht der zehn Plattformen sind zwischen 2019 und 2021 gestartet. Seither kamen zwei dazu: admiral.ch vom Casino Mendrisio am 16. Juli 2025 und casineo.ch vom Casino Locarno am 17. März 2026. Beide gehören zu Spielbanken im Tessin.
Die Schweizer Casinolandschaft 2026
Hinter den zehn Online-Plattformen stehen Spielbanken mit einem Standort in der Schweiz. Laut einer Mitteilung der ESBK vom 2. Oktober 2026 gibt es wieder 21 Spielbanken im Land; das Casino Prilly hat am 30. September 2026 eröffnet. Seit 2025 läuft eine neue Konzessionsperiode, die bis 2044 dauert. Nicht jede Spielbank betreibt auch ein Online Casino: Von den 21 haben zehn eine Online-Plattform.
Seit wann es Online Casinos mit Schweizer Lizenz gibt
Das erste Online Casino mit Schweizer Lizenz war jackpots.ch vom Casino Baden, online seit dem 5. Juli 2019 – ein halbes Jahr nach dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes. Im selben Jahr folgten mycasino.ch, online.swisscasinos.ch und casino777.ch. 2020 kamen starvegas.ch, 7melons.ch und pasino.ch dazu, 2021 swiss4win.ch. Danach blieb die Liste vier Jahre unverändert, bis 2025 admiral.ch und 2026 casineo.ch starteten.
Was das Geldspielgesetz regelt
Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS). Es hat den Spielbanken erstmals erlaubt, ihre Spiele auch im Internet anzubieten – mit zwei Hürden: einer Konzessionserweiterung durch den Bundesrat und einer Bewilligung der ESBK für jedes Spiel. Ausländische Anbieter können keine solche Konzession erhalten.

ESBK und Gespa
Für Casinospiele ist die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) zuständig. Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele beaufsichtigt die interkantonale Behörde Gespa. Wenn du wissen willst, ob ein Online Casino eine Schweizer Lizenz hat, schaust du also bei der ESBK nach – nicht bei der Gespa.
Ist es strafbar, in einem ausländischen Online Casino zu spielen?
Nein. Die Strafbestimmungen des Geldspielgesetzes richten sich an die Anbieter. Nach Art. 130 BGS wird bestraft, wer ohne Konzession «Spielbankenspiele … durchführt, organisiert oder zur Verfügung stellt» – mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Die Spielerin oder der Spieler kommt in diesen Bestimmungen nicht vor.
Das heisst nicht, dass es keine Folgen gibt. Sie betreffen dich nur auf anderen Wegen: Der Zugang zur Seite kann gesperrt werden, deine Gewinne sind steuerbar, und du hast keinen Schweizer Schutz. Diese drei Punkte erklären wir in den nächsten Abschnitten.
Sperrlisten: wie der Zugang zu ausländischen Casinos gesperrt wird
Nach Art. 86 BGS ist der Zugang zu Online-Geldspielen zu sperren, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Gesperrt werden nur Angebote von Veranstaltern mit Sitz im Ausland. Das Verfahren ist im Gesetz genau beschrieben:
- Die ESBK und die Gespa führen je eine eigene Sperrliste für ihren Bereich.
- Neue Einträge werden mit einem Verweis im Bundesblatt veröffentlicht. Diese Veröffentlichung gilt als Sperrverfügung (Art. 87).
- Der Anbieter kann innert 30 Tagen Einsprache erheben, etwa wenn er sein Angebot für die Schweiz bereits geschlossen hat.
- Die Schweizer Internetanbieter sperren den Zugang zu allen Domains auf den Listen.
Die beiden Behörden verlinken ihre Listen gegenseitig auf ihren Websites, und sie informieren die registrierten Fernmeldedienstanbieter über ein gesichertes Verfahren über jede neue Sperre (Art. 88 BGS). Auch die Internetanbieter können innert 30 Tagen Einsprache erheben, wenn eine Sperre für sie technisch nicht zumutbar ist. Wer wissen will, ob eine bestimmte Adresse gesperrt ist, findet die aktuellen Listen deshalb auf den Websites der ESBK und der Gespa.
Für dich bedeutet das: Eine Casino-Seite, die gestern noch lud, kann heute gesperrt sein. Viele Anbieter weichen auf neue Domains aus. Mehr dazu, und was mit deinem Guthaben passiert, liest du auf unserer Seite Online Casino Ausland.
Steuern: Schweizer Lizenz heisst in den meisten Fällen steuerfrei
Hier liegt der grösste praktische Unterschied. Bei der direkten Bundessteuer regelt Art. 24 DBG, welche Geldspielgewinne steuerfrei sind:
| Wo du gewinnst | Direkte Bundessteuer | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Schweizer Spielbank vor Ort | steuerfrei | Art. 24 lit. i DBG |
| Online Casino mit Schweizer Lizenz (Liste der ESBK) | steuerfrei bis CHF 1’071’000 pro Gewinn | Art. 24 lit. ibis DBG |
| Online Casino mit ausländischer Lizenz | steuerbares Einkommen | nicht in Art. 24 DBG aufgeführt |

Zwei Einschränkungen solltest du kennen. Erstens gilt die Grenze von CHF 1’071’000 für jeden einzelnen Gewinn online; was darüber liegt, ist steuerbar. Zweitens beschreibt die Tabelle die direkte Bundessteuer. Die Kantons- und Gemeindesteuern regelt jeder Kanton selbst. Bei Gewinnen aus ausländischen Casinos, oder wenn du unsicher bist, frag beim kantonalen Steueramt nach und bewahre die Kontoauszüge des Casinos auf.
Spielerschutz: was nur mit Schweizer Lizenz gilt
Die Spielsperre
Nach Art. 80 BGS müssen die Spielbanken Personen sperren, die überschuldet sind, Einsätze tätigen, die nicht zu ihrem Einkommen passen, oder von denen eine Fachstelle meldet, dass sie spielsüchtig sind. Du kannst eine Sperre auch selbst beantragen. Sie gilt bei allen Schweizer Spielbanken, auch online. Bei ausländischen Casinos gilt sie nicht – dort musst du dich bei jedem Anbieter einzeln sperren lassen.
Schutz von Minderjährigen
Minderjährige sind zu Spielbankenspielen nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Online Casinos sind deshalb erst ab 18 Jahren erlaubt. Seriöse ausländische Anbieter verlangen ebenfalls einen Altersnachweis, spätestens vor der ersten Auszahlung.
Wenn es Streit gibt
Bei einem Casino mit Schweizer Lizenz kannst du dich an die ESBK wenden, und es gilt Schweizer Recht. Bei einem ausländischen Casino bleiben dir der Kundendienst des Anbieters und die Lizenzbehörde im Ausland. Eine Schweizer Stelle, die vermittelt, gibt es dann nicht.
Was Casinos mit Schweizer Lizenz zusätzlich tun müssen
Eine Konzession bringt Pflichten mit sich, die ausländische Anbieter nicht haben. Das Geldspielgesetz verlangt von den Spielbanken und damit auch von ihren Online Casinos:
- Schutzmassnahmen nach Gefährdung: Je riskanter ein Spiel, desto strenger die Massnahmen; die ESBK bewilligt ein Spiel nur, wenn sie ausreichen (Art. 73 BGS).
- Ein Sozialkonzept mit Information, Früherkennung gefährdeter Spieler, Selbstkontrollen und Spielbeschränkungen, Spielsperren und der Schulung des Personals (Art. 76 BGS).
- Leicht zugängliche Informationen über die Risiken, einen Selbsttest zum eigenen Spielverhalten und Adressen von Beratungsstellen (Art. 77 BGS).
- Früherkennung: Kriterien festlegen, um gefährdete Spieler zu erkennen, und die Beobachtungen dokumentieren (Art. 78 BGS).
- Keine Darlehen oder Vorschüsse an Spieler (Art. 75 BGS).
Warum die Boni bei Casinos mit Schweizer Lizenz kleiner sind
Nach Art. 75 Abs. 2 BGS brauchen Gratisspiele und Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Behörde. Ein Online Casino mit Schweizer Lizenz kann also nicht einfach ein Willkommenspaket über mehrere Tausend Franken anbieten, wie es ausländische Anbieter tun. Das ist der Hauptgrund, warum die Boni bei den zehn Schweizer Plattformen zurückhaltender ausfallen. Bei ausländischen Casinos ist der Bonus grösser, aber es gibt auch keine Behörde, die die Bedingungen vorher prüft – du musst sie selbst lesen.
Eine Spielsperre wieder aufheben
Eine Spielsperre bei einer Schweizer Spielbank wird in einem gemeinsamen Register geführt, das sich alle Spielbanken teilen (Art. 82 BGS). Deshalb gilt sie bei allen Online Casinos mit Schweizer Lizenz gleichzeitig. Aufheben lässt sie sich nur auf Antrag bei der Spielbank, die sie verhängt hat, und nur, wenn der Grund dafür nicht mehr besteht. In das Verfahren muss eine kantonal anerkannte Fachperson oder Fachstelle einbezogen werden (Art. 81 BGS).
Schweizer und ausländische Lizenz im Vergleich
| Schweizer Lizenz | Ausländische Lizenz | |
|---|---|---|
| Lizenz | Konzessionserweiterung des Bundesrates, Spiele von der ESBK bewilligt | Lizenz einer ausländischen Behörde, z. B. Malta, Curaçao oder Anjouan |
| Domain | .ch, auf der Liste der ESBK | meist .com, kann auf die Sperrliste kommen |
| Gewinne (Bundessteuer) | steuerfrei bis CHF 1’071’000 pro Gewinn | steuerbares Einkommen |
| Spielsperre nach BGS | gilt | gilt nicht |
| Zahlungen | TWINT und PostFinance in der Regel möglich | meist Karte, E-Wallet oder Krypto |
| Strafbar für dich als Spieler | nein | nein |

Die Casinos, die wir auf dieser Website bewerten, gehören alle zur zweiten Spalte. Wir zeigen sie, weil viele Schweizer Spieler dort spielen – und weil die Unterschiede in Bonus, Umsatz und Auszahlung gross sind. Keines von ihnen hat eine Konzession der ESBK, und das schreiben wir in jeder Bewertung dazu. Den Vergleich ihrer Bonusregeln findest du auf Online Casino Ausland, einzelne Bewertungen zum Beispiel zu Casinia, Mafia Casino oder Azurslot.
So erkennst du in einer Minute, welche Lizenz ein Casino hat
- Öffne die Liste der ESBK und suche die Adresse des Casinos. Steht sie dort, hat es eine Schweizer Lizenz.
- Prüfe die Domain genau. Alle Plattformen mit Schweizer Lizenz enden auf .ch – eine ähnliche Adresse mit .com oder einem Zusatz ist eine andere Seite.
- Schau ins Impressum: Ein Casino mit Schweizer Lizenz nennt die Schweizer Spielbank, die es betreibt.
- Zeigt die Seite eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta, hat sie eine ausländische Lizenz, egal wie sie heisst.
Fünf verbreitete Irrtümer über Casino-Lizenzen in der Schweiz
«Eine .ch-Adresse heisst Schweizer Lizenz»
Nein. Alle zehn Plattformen mit Schweizer Lizenz haben zwar eine .ch-Adresse, aber nicht jede .ch-Adresse gehört zu einem Casino mit Schweizer Lizenz. Massgebend ist nur der Eintrag auf der Liste der ESBK.
«Wer in Franken abrechnet, ist ein Schweizer Casino»
Nein. Viele ausländische Anbieter führen Konten in Franken und nennen ihre Bonusbeträge in CHF. In unserem Test sind es 13 von 16. Das sagt nichts über die Bewilligung aus.
«Eine Lizenz aus Malta gilt auch in der Schweiz»
Nein. Eine Lizenz der Malta Gaming Authority, aus Curaçao oder Anjouan ist eine ausländische Lizenz. In der Schweiz braucht ein Online Casino eine Konzessionserweiterung des Bundesrates; eine ausländische Lizenz ersetzt sie nicht.
«Wer im Ausland spielt, wird bestraft»
Nein. Die Strafbestimmungen von Art. 130 BGS treffen Anbieter, die ohne Konzession Spiele durchführen oder zur Verfügung stellen. Spieler werden dort nicht genannt.
«Gewinne in Schweizer Online Casinos sind immer steuerfrei»
Fast. Bei der direkten Bundessteuer ist jeder einzelne Gewinn aus einem Online Casino mit Schweizer Lizenz bis CHF 1’071’000 steuerfrei; was darüber liegt, ist steuerbar. Nur Gewinne vor Ort in einer Spielbank sind ohne Obergrenze steuerfrei (Art. 24 lit. i und ibis DBG).
Warum es trotzdem so viele ausländische Casinos gibt
Zehn Plattformen mit Schweizer Lizenz sind wenig, und jede bietet nur die Spiele an, die die ESBK bewilligt hat. Ausländische Casinos haben oft Tausende Spiele mehr und grössere Willkommensboni. In unserem Test bieten mehrere Anbieter über 12’000 Spiele an, und die Boni gehen bis CHF 3’200 – allerdings mit strengen Bedingungen wie 35-fachem Umsatz auf Einzahlung plus Bonus. Wer das abwägt, sollte die Steuern und den fehlenden Schutz mitrechnen, nicht nur den Bonus.
Verantwortungsvoll spielen
Ob Schweizer oder ausländische Lizenz: Setze dir ein Einzahlungslimit, bevor du spielst, und spiele nie, um Verluste zurückzuholen. Kostenlose und anonyme Hilfe bekommst du bei SOS Spielsucht unter 0800 040 080, bei Sucht Schweiz und auf SafeZone.ch – auch als Angehörige oder Angehöriger.

Fazit
In der Schweiz gibt es Online Casinos mit Schweizer Lizenz – zurzeit zehn Plattformen von Schweizer Spielbanken auf der Liste der ESBK – und Casinos mit ausländischer Lizenz. Spielen darfst du bei beiden. Bei einer ausländischen Lizenz verzichtest du aber auf die Steuerfreiheit, die Spielsperre und den Schweizer Rechtsweg. Prüfe die Liste, bevor du dich registrierst, und entscheide mit offenen Augen. Einen Überblick über alle Casinos, die wir testen, findest du in unserem Vergleich Online Casino Schweiz.









